Netzwerk Peplau

Das Netzwerk Peplau wurde im Januar 2004 im Rahmen eines eintägigen Workshops im Rochus-Hospital Telgte gegründet, zu dem alle bisherigen Absolventen und Teilnehmer des Peplau-Kollegs eingeladen waren.

Ziele

Ziel des Netzwerks ist es, sich gegenseitig auf unkomplizierte und schnelle Weise mit Hilfe des Netzwerkes über neue Entwicklungen und Theorien im Bereich der psychiatrischen Pflege zu informieren und deren Nutzen für den Alltag in der Praxis zu diskutieren.

Außerdem unterstützen sich die Mitglieder gegenseitig bei der Umsetzung der Theorien in die Praxis, indem praktische Erfahrungen allen Netzwerkteilnehmern zur Verfügung gestellt und gemeinsam nach Lösungen für Probleme im beruflichen Alltag gesucht werden.

Mitglieder

Das Netzwerk Peplau besteht aus Absolventen der Weiterbildung zur Fachkrankenpflegeperson für Psychiatrische Pflege der Kooperationseinrichtungen.

Initiativ-Steuerungs-Gruppe

Es wurde eine Steuerungsgruppe gegründet, die den Aufbau des Netzwerks forcieren und steuern soll. Zudem fungiert sie als Bindeglied zwischen dem Netzwerk, dem Peplau-Kolleg sowie dem Beirat. Die Initiativ-Steuerungsgruppe besteht aus Vertretern der Einrichtungen, die dem Kooperationsverbund angeschlossen ist. Sie trifft sich drei bis vier Mal pro Jahr und bereitet insbesondere die jährliche Fachtagung vor. Weitere Aktivitäten sind in Planung.


Fachtagung

Einmal im Jahr findet eine Fachtagung des Netzwerkes Peplau statt. Veranstaltungsort ist jeweils eine der angeschlossenen Kooperationseinrichtungen.

Die Fachtagung bietet eine Mischung aus Fachvorträgen und  verschiedenen Workshops an, die sich in der Regel an den Projekten orientieren, die während der Weiterbildung entwickelt und implementiert wurden. Eingeladen sind alle Fachpflegepersonen der Kooperationseinrichtungen und andere Pflegeexperten im psychiatrischen Arbeitsfeld.

Die 10. Netzwerktagung „Aus der Praxis - Für die Praxis“ fand am 01.06.2017 in der Universitätsklinik Münster statt. Unter dem Motto: „Brücken schlagen“ - Empowerment konkret - Autonomie und Selbstwirksamkeit durch pflegerisches Handeln fördern“ trafen sich über vierzig Pflegeexpertinnen und -experten aus NRW, um gemeinsam mit den Referentinnen die vorgestellten Konzepte zu pflegerischen Interventionen im Kontext Empowerment zu diskutieren. Sandra Elfers aus der Christophorus Klinik für forensische Psychiatrie zeigte am Beispiel der Gruppenaktivität „Sicher auf zwei Rädern“, wie das sichere (Wieder-) Nutzen von Fahrrädern ein großes Teilhabepotential für langjährig hospitalisierte Menschen im Maßregelvollzug darstellen kann.

Wissen um Erkrankung, persönliches Erleben und Ressourcen gilt als eine Grundlage, sich für oder gegen empfohlene Therapien bzw. alternative Interventionen entscheiden zu können. Damit ist psycho-edukative Arbeit ein wesentlicher Bestandteil pflegerischer Begleitung. Vanessa Lindmeyer aus dem St. Rochus-Hospital Telgte präsentierte hierzu das Konzept eines interdisziplinär durchgeführten Gruppenangebotes für Menschen mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis.

Gesunde Ernährung - verstanden als generalisierte Widerstandsressource im Sinne der Salutogenese - kann als Basiskomponente für proaktive Selbstbefähigungsprozesse verstanden werden. Varinia Siepermann (Universitätsklinikum Münster) erläuterte in diesem Kontext ihre Konzeption „Besser essen will gelernt sein“, die das Thema Ernährungsberatung modular in bezugspflegerische Arbeit integriert.

Im Rahmen der Workshops konnten Details zu Konzepten, Durchführung und Organisation, sowie Arbeitsmaterialien vorgestellt und diskutiert werden. Ein reger und kollegialer Erfahrungsaustusch schloss so einen informativen Tag.

Die Vorträge finden Sie hier:  Fahrradtraining   Psychoedukation   Ernährungsberatung

 

Kontakt und Information:

Peplau-Kolleg Telgte
Klaus Peter Michel
Am Rochus-Hospital 1
48291 Telgte

Tel. 02504 / 60-224
Fax 02504 / 60-226
E-Mail