Netzwerk Peplau

Das Netzwerk Peplau wurde im Januar 2004 im Rahmen eines eintägigen Workshops im Rochus-Hospital Telgte gegründet, zu dem alle bisherigen Absolventen und Teilnehmer des Peplau-Kollegs eingeladen waren.

Ziele

Ziel des Netzwerks ist es, sich gegenseitig auf unkomplizierte und schnelle Weise mit Hilfe des Netzwerkes über neue Entwicklungen und Theorien im Bereich der psychiatrischen Pflege zu informieren und deren Nutzen für den Alltag in der Praxis zu diskutieren.

Außerdem unterstützen sich die Mitglieder gegenseitig bei der Umsetzung der Theorien in die Praxis, indem praktische Erfahrungen allen Netzwerkteilnehmern zur Verfügung gestellt und gemeinsam nach Lösungen für Probleme im beruflichen Alltag gesucht werden.

Mitglieder

Das Netzwerk Peplau besteht aus Absolventen der Weiterbildung zur Fachkrankenpflegeperson für Psychiatrische Pflege der Kooperationseinrichtungen.

Initiativ-Steuerungs-Gruppe

Es wurde eine Steuerungsgruppe gegründet, die den Aufbau des Netzwerks forcieren und steuern soll. Zudem fungiert sie als Bindeglied zwischen dem Netzwerk, dem Peplau-Kolleg sowie dem Beirat. Die Initiativ-Steuerungsgruppe besteht aus Vertretern der Einrichtungen, die dem Kooperationsverbund angeschlossen ist. Sie trifft sich drei bis vier Mal pro Jahr und bereitet insbesondere die jährliche Fachtagung vor. Weitere Aktivitäten sind in Planung.


Fachtagung

Einmal im Jahr findet eine Fachtagung des Netzwerkes Peplau statt. Veranstaltungsort ist jeweils eine der angeschlossenen Kooperationseinrichtungen.

Die Fachtagung bietet eine Mischung aus Fachvorträgen und  verschiedenen Workshops an, die sich in der Regel an den Projekten orientieren, die während der Weiterbildung entwickelt und implementiert wurden. Eingeladen sind alle Fachpflegepersonen der Kooperationseinrichtungen und andere Pflegeexperten im psychiatrischen Arbeitsfeld.

Die 11. Netzwerktagung „Aus der Praxis - Für die Praxis“ fand am 26.04.2018 unter dem Motto „Mit Sicherheit! - Die vielen Gesichter eines Grundbedürfnisses“ wieder in der Universitätsklinik Münster statt. Sicherheit als ein Grundbedürfnis des Menschen hat in der psychiatrischen Pflege eine besondere Bedeutung, da viele psychische Erkrankungen mit einem Verlust von Sicherheit einhergehen. Altersunabhängig gilt es daher oftmals, sowohl das Gefühl von Sicherheit, als auch Sicherheit als konkrete objektive Größe als Pflegeziel gemeinsam mit Patienten in den Blick zu nehmen und zu fördern.

Auf unserer diesjährigen Tagung stellten Fachpflegende ihre Projektarbeiten aus den verschiedensten Bereichen der psychiatrischen Pflege vor, in denen das Grundbedürfnis „Sicherheit“ ganz unterschiedlich berührt wird. So nahm die Implementierung der NGASR-Skala und eines pflegerischen Interventionskataloges zur Suizidprävention das Bedürfnis nach Sicherheit in existentiellen Krisensituationen auf.

Die Einführung eines pflegetherapeutischen Bewegungsangebotes mittels einer Spielekonsole („Wii“) im gerontopsychiatrischen Bereich sprach das Thema Sicherheit auf einer primär körperbezogenen Ebene an. Durch psychomotorische Prozesse findet ebenfalls eine kognitive Förderung statt, so dass es zu einem Zuwachs an Sicherheit in mehreren Lebensbereichen kommt.

Auch bei dem geschlechtsspezifischen Angebot im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde das Thema Sicherheit im Rahmen einer „Mädchengruppe“ aufgegriffen und nahm hier vor allem den sozialen Aspekt von Sicherheit in den Blick.

Traditionell folgte auch in diesem Jahr den Vorträgen am Vormittag die Möglichkeit der praktischen Erfahrung in den Workshops.

Kontakt und Information:

Peplau-Kolleg Telgte
Klaus Peter Michel
Am Rochus-Hospital 1
48291 Telgte

Tel. 02504 / 60-224
Fax 02504 / 60-226
E-Mail